Landesgartenschau 2008 in Bingen
Vom 18. April bis 19. Oktober 2008 fand in Bingen am Rhein die 3. rheinland-pfälzische Landesgartenschau statt. "Bingen – das Tor zum Mittelrhein" erhiehlt mit der Landesgartenschau 2008 ein neues Gesicht. Die Nutzung von brach liegendem Hafen- und Bahngelände war der erste Schritt hin zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Landesgartenschau 2008 war für die Stadt Bingen das größte städtebauliche Strukturprogramm nach dem zweiten Weltkrieg und schaffte damit eine neue Dynamik für Wirtschaft und Tourismus.
Zahlen & Fakten
- Größe: 24 Hektar gestaltete Fläche an 2,8 km Rheinufer
- Gesamtkosten: 32 Millionen Euro
- Massenbewegung: 140.000 Kubikmeter Boden
- Pflanzungen:
- 700 Bäume
- 2.000 Rosen
- 5.000 m² Stauden
- 4.000 m² Wechselflor
- 3.500 m² Spiel- und Sportflächen
- 899 m² große Skateanlage
- 135 Bänke am Rheinufer
- 2.000 Meter Hecken
- 1.311.675 Besucher
- 17.413 verkaufte Dauerkarten
Konzept
Nachhaltigkeit stand an erster Stelle dieses gigantischen Bauprojekts auf einer Fläche von 24 Hektar über eine Länge von rund 2,7 Kilometern.
Folgende Bereiche werden über die Landesgartenschau Bingen 2008 hinaus nachhaltig entwickelt:
- Das Hafenkerngebiet bekommt eine Uferpromenade, eine andere Verkehrsführung und erhält nach der Landesgartenschau ein neues, attraktives Wohngebiet direkt am Rhein
- Die Hindenburganlage, das einstige Repräsentationsstück und Aushängeschild zum Rhein erhält mit der behutsamen Erneuerung der historischen Parkanlage wieder seine Bedeutung als stadtnahe Erholungsfläche zurück.
- Das Rhein-Nahe-Eck gibt mit dem Mäuseturm, der Ruine Ehrenfels und dem Durchbruch durch das Schiefergebirge die von Malern und Dichtern oft geschilderte Rheinromantik zurück. Mit der Landesgartenschau wird dieses Gelände gestalterisch erstmals richtig aufgegriffen und nachhaltig verbessert.